La Vasca Flamenca e.V.

Projekte 

La Casa de Bernarda Alba

Am 05. Juli 2014 präsentierte Laura la Risa ihre aktuelle Inszenierung “La Casa de Bernarda Alba” nach Federico García Lorca zum ersten Mal im a compás Studio & Location.
Das erfolgreiche Stück, das seitdem u.a. im Café Theater Schalotte Berlin und in der ufaFabrik Berlin gastierte, ist das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitung und Arbeit. Während mehrerer Workshop-Wochenenden und in regelmäßigen Proben erarbeitete Laura la Risa mit Mitgliedern ihrer Compañía, Schülern des a compás und dem Gitarristen Johannes Hoffmann die Choreographien, entwickelte die Dramaturgie und führte Regie.

Bei Interesse an einem Gastspiel von Laura la Risa y Compañía – La Casa de Bernarda Alba in Ihrem Theater, Ihrem Veranstaltungsraum oder Ihrer Schule können Sie sich gerne an uns wenden!

Zum Stück

Nachdem ihr Mann stirbt, verordnet Bernarda Alba sich selbst und ihren Töchtern eine achtjährige Trauerzeit. Diese sollen die jungen Frauen nutzen, um an ihrer Aussteuer zu arbeiten und sich im abgeriegelten Haus zu betätigen. Die Wünsche und Sehnsüchte der Schwestern richten sich allerdings auf das Leben außerhalb des Hauses, auf alles, was ihnen verwehrt wird und vor allem auf die Liebe. In der Hitze des Sommers und des Hauses ersticken die Frauen an sich selbst. Nur Josefa, Bernardas verrückte alte Mutter, lebt radikal offen ihren Wunsch nach Freiheit und Liebe aus. Alle anderen verzehren sich vor Neid auf die älteste Schwester Angustias, die trotz der Trauerzeit verheiratet werden soll. Doch auch Adela provoziert mit ihrer heimlichen Affäre. Vor lauter Missgunst ihrer Schwester gegenüber und dem eigenen Verlangen nach einem Mann versucht Martirio, die Bande zwischen Adela und deren Liebhaber zu sprengen. Als Bernarda wutentbrannt die verbotene Liebe zerstört, sieht Adela für sich als Perspektive nur mehr das stickige Haus der Mutter. Sie entflieht dem Elend und verlässt die Familie auf tragische Art und Weise.

Presse

“Zur Premiere des aktuellen Stückes La Casa de Bernarda Alba nach Federico Garcia Lorca war das Haus voll. Flamencogitarrist Johannes Hoffmann schrieb die Musik und stimmte das Publikum (…) auf Trauer und Verzweiflung ein. Seine Gitarre klingt erdig und puro, sie kratzt am Fundament gesellschaftlicher Zwänge. (…) Eine düstere, erzkonservative Stimmung durchflutet in Sekundenschnelle den Raum. (…) Laura la Risa selbst spielt Bernarda, (…) erzeugt Widerwillen, sät Böshaftigkeit und erntet Hass. (…) Ein starkes Stück Flamencotheater entlässt das ergriffene Publikum nach neunzig Minuten in eine laue Berliner Sommernacht. Manch einer muss sich noch den tief sitzenden Kloß im Hals wegräuspern oder -spülen.”
Ralf Bieniek, Anda Nr. 115, August/September 2014